Evelin Stadler
Evelin Stadler wurde 1975 in Bozen (Italien) geboren. Nach einem fünfjährigen Klavierstudium am dortigen Konservatorium begann sie ihre Tanzausbildung als Jungstudentin an der Folkwang-Hochschule in Essen. Nach dem Diplom für Bühnentanz (1997) folgten Engagements in der Mark Sieczkarek-Company (Essen), der Cie. Toula Limnaios (Berlin) und bei Laborg.Ras/Akademie der Künste Berlin, zuletzt beim Tanztheater der Städtischen Bühnen Münster unter der Leitung von Daniel Goldin. Parallel zu ihrer Arbeit als Tänzerin ist sie immer wieder auch choreografisch tätig, so entstanden das abendfüllende Stück "Touch Wood" und das Solo "Intanto non mi muovo", eine choreographische Bearbeitung der "Sieben Todsünden" von Bertolt Brecht für den Jugendclub der Städtischen Bühnen Münster und "Ein Stück Jugend" für die 6. internationalen Tanzwochen Münster. Für das Staatstheater Kassel choreografierte sie "Die Dreigroschenoper" von Brecht.
Ihre umfangreiche pädagogische Tätigkeit schließt sowohl die Arbeit mit professionellen wie nicht professionellen Tänzern (Kinder, Jugendliche, Erwachsene), als auch Training und Erarbeiten von Choreografien für Schauspieler ein. Im Sommersemester 2006 übernahm sie die Probenleitung und choreografische Assistenz für den Ausbildungsbereich klassischer und zeitgenössischer Tanz an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, Frankfurt. Die Auseinandersetzung mit Kirche und Tanz begleitet ihr künstlerisches Schaffen seit der Ausbildung. So entstanden in Zusammenarbeit mit verschiedenen Organisten und Sängern immer wieder Aufführungen um und in unterschiedlichen Kirchenräumen. Zuletzt ein Abend mit dem Organisten Prof. Martin Lücker an der St. Katharinenkirche in Frankfurt mit dem Titel „Mein Herz ist eine traurige Zeit, die tonlos tickt". Seit Anfang 2005 lebt Evelin Stadler als freischaffende Tänzerin und Choreografin in Frankfurt.
Trainingsbeschreibung
Der Unterricht ist aus drei Bereichen - Boden, Mitte, Raum - zusammengesetzt, die aufeinander aufbauen und sich teilweise vermischen. Technische und stilistische Grundlagen bilden die Bewegungslehre nach Jooss/Züllig und die Limón-Technik, sowie eigene choreographische Elemente. Besondere Aufmerksamkeit wird der Atmung in ihren physiologischen und dynamischen Auswirkungen geschenkt.
